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Neues vom BioCity Campus

Ausstellung „Research Visualization: A Scientist’s View“

Die Ausstellung ist aus einer internationalen Zusammenarbeit von Chemiker:innen, Biolog:innen, Illustrator:innen und Expert:innen für bildgebende Verfahren der Universität Leipzig, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) sowie der Arbeitsgruppen von Dr. Danijela Maksimović-Ivanić und Dr. Sanja Mijatović am Institut für Biologische Forschung „Siniša Stanković“ (IBISS) der Universität Belgrad hervorgegangen.

Nach der ersten Station in Belgrad ist die Ausstellung ab Februar am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig zu sehen. Mehrere der gezeigten Arbeiten basieren auf Forschungsprojekten, die in Kooperation mit Wissenschaftler:innen des BBZ durchgeführt wurden.

Ausstellungseröffnung am Weltkrebstag

Alle Interessierten sind herzlich zur Eröffnung der Ausstellung eingeladen, die am 4. Februar 2026, dem Weltkrebstag, stattfindet.

VERNISSAGE
4. Februar 2026, 14:00 Uhr im Foyer der BIO CITY
mit einleitenden Worten von Dr. Christoph Selg, dem Kurator der Ausstellung, und Prof. Evamarie Hey-Hawkins

Hintergrund der Ausstellung

Wissenschaft entsteht häufig in Räumen, die der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Sie ist geprägt von Fachsprache, Laboralltag und einer langen Tradition der Abgrenzung. Gleichzeitig wird ein Großteil dieser Forschung öffentlich finanziert und sollte daher auch für die Gesellschaft zugänglich sein. Kunst kann helfen, diese Distanz zu überbrücken, indem sie komplexe Inhalte in Bilder und Symbole übersetzt, die Neugier wecken und zum Entdecken einladen. Die ausgestellten Arbeiten eröffnen gemeinsam einen Blick in die kreative und analytische Welt der Forschung – insbesondere im Bereich der Krebsmedikamenten-Forschung. Sie laden ein, genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und die besondere Ästhetik zu entdecken, die dort entsteht, wo wissenschaftliche Neugier und gestalterisches Denken aufeinandertreffen.

Die Ausstellung vereint drei Perspektiven: Künstlerisch gestaltete Titelbilder wissenschaftlicher Publikationen, mikroskopische Aufnahmen lebender Zellen und dreidimensionale Modelle von Wirkstoffmolekülen:

  1. Part I – Visualizing Science Through Cover Art

    Der erste Teil der Ausstellung zeigt handgezeichnete Illustrationen, die für wissenschaftliche Fachzeitschriften entstanden sind. Sie übersetzen Ergebnisse aus der chemisch-onkologischen Wirkstoffforschung in Bildwelten, die Tiere, Landschaften und Alltagsobjekte als Metaphern für Moleküle, Enzyme und Wirkmechanismen nutzen.

    Die Arbeiten entstanden in enger Zusammenarbeit mit Forschenden aus Leipzig und Belgrad. Sie zeigen, wie visuelle und erzählerische Mittel dazu beitragen können, komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlicher zu machen, und laden dazu ein, medizinische Chemie mit Fantasie und Neugier zu entdecken.

  2. Part II – Research Through the Lens of a Scientist

    Dieser Teil präsentiert mikroskopische Aufnahmen, die von Wissenschaftler:innen aus Belgrad in Zusammenarbeit mit Partnern in Triest, Villigen und Berlin erstellt wurden. Zu sehen sind Krebszellen und dreidimensionale Zellmodelle vor und nach der Behandlung mit zytotoxischen Wirkstoffen. Fluoreszenzfarbstoffe machen dabei Strukturen wie Zellkerne, Membranen und Proteine sichtbar.

    Die Bilder zeigen, wie Zellen auf therapeutische Eingriffe reagieren, und machen verborgene biologische Prozesse sichtbar. Einige Aufnahmen zeigen Organoide – dreidimensionale Zellkulturen, die menschliches Gewebe nachahmen und zur Reduktion von Tierversuchen beitragen.

  3. Part III – Molecules in Three Dimensions

    Der letzte Teil der Ausstellung macht chemische Wirkstoffforschung räumlich erfahrbar. Großformatige 3D-Drucke zeigen die Strukturen von Carboran-Clustern und arzneistoffähnlichen Molekülen.
    Die Modelle verdeutlichen, dass ein Molekül nicht nur eine Formel ist, sondern ein dreidimensionales Objekt mit Oberflächen und Hohlräumen, die seine Wechselwirkung mit biologischen Systemen bestimmen. Durch die starke Vergrößerung dieser sonst unsichtbaren Strukturen eröffnet dieser Teil einen unmittelbaren Zugang zur Welt des molekularen Designs.

Förderung

Die Wanderausstellung wird neben der Universität Leipzig durch die Universitätsstiftung der Universität Leippzig, dem ADVANCED project, dem Institute for Biological Research “Siniša Stanković”  (IBISS) und dem Science Fund of the Republic of Serbia gefördert.


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