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1,2 Millionen Euro für die Leipzig Medical Biobank

Aus dem Sofortprogramm »Start 2020« des Freistaates erhält unsere Leipzig Medical Biobank 1,2 Millionen Euro für Investitionen. Darüber informierte heute Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow. »Ich freue mich, dass mit diesen zusätzlichen Mitteln die technische Infrastruktur der Leipzig Medical Biobank – seit 2010 im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Sachsens eine zentrale Infrastruktur des LIFE-Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig – modernisiert und die Lagerkapazität erweitert werden kann«, so Gemkow. Von den 1,2 Millionen Euro können sechs neue hochmoderne Geräte für die Lagerung von Biomaterialien erworben werden. Insgesamt beherbergt die Leipzig Medical Biobank 14 Geräte. Davon sollen mithilfe der Investitionsmittel nun fünf ältere Geräte ausgetauscht und ein weiteres zusätzlich angeschafft werden.

Täglich spenden Menschen in deutschen Krankenhäusern Biomaterial und unterstützen damit den medizinischen Fortschritt. Biomaterialien – dazu gehören Blut, Gewebe und anderes Körpermaterial – sind ein unverzichtbarer Rohstoff für die medizinische Forschung. Mithilfe von Biomaterialien können Ärzte und Wissenschaftler Krankheitsursachen erkennen und neue gezielte Therapien entwickeln. In der Leipzig Medical Biobank werden aktuell 1,8 Millionen Proben gelagert. Diese wurden vorab aufwändig in 55.000 Visiten von 40.000 Teilnehmern eingesammelt, bearbeitet und anschließend bei Temperaturen von unter -150 Grad gelagert. Hochstandardisierte Verfahren gewährleisten die Qualität der gesammelten Biomaterialien für aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte. Bisher konnten für 80 wissenschaftliche Projekte mehr als 130.000 Teilproben zur Verfügung gestellt werden, unter anderem für die Studien von LIFE Child und LIFE Adult. Seit 2017 werden auch Proben von Krebspatienten gesammelt und aufbewahrt und so die Tumorforschung am Standort der Universitätsmedizin Leipzig weiter ausgebaut.

Peggy Darius

Quelle: Nachricht der Universität Leipzig vom 28. Januar 2020


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