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biosaxony, DRESDEN-concept und viele weitere Partner unterstützen Gesundheitsversorger

Durch die weltweite Verbreitung des Coronavirus sind aktuell Lieferketten teils unterbrochen, was zu Engpässen in der Produktion führt. In verschiedenen europäischen Ländern gründeten 3D-Druckfirmen Plattformen, um durch additive Fertigungsprozesse fehlende Bauteile beispielsweise für Beatmungsgeräte zu produzieren und so die Medizintechnikunternehmen zu unterstützen. Open-Source-Dokumente – etwa für den 3D-Druck von Gesichtsschutzmasken – wurden entwickelt, online bereitgestellt und dienen als Grundlage für die Bauteilproduktion. Die Europäische Kommission rief vergangene Woche Forschungscluster auf, ihre 3D-Drucker zu melden und sich bei der Herstellung von benötigten Materialien zu beteiligen.

Gemeinsam mit DRESDEN-concept und weiteren Partnern baut biosaxony zurzeit ein gesamtsächsisches Netzwerk von 3D-Druck-Dienstleistern auf, um Kliniken und andere Gesundheitsversorger mit derzeit fehlenden Materialien zu beliefern. Ursprung der Idee ist das biosaxony Accelerator-Team next3D um Dr. Ronny Grunert, das bereits die Apotheke des Universitätsklinikums Leipzig mit dringend benötigten Verschlusskappen und Probenahmeröhrchen mittels 3D-Drucktechnologie versorgt.

Gemeinsam mit Forschern der medizinischen Fakultät der Universität Dresden, dem Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf, dem Leibnitz-Institut für Polymerforschung e. V. und weiteren Forschungseinrichtungen werden derzeit Gesichtsschutzvisiere für lokale Krankenhäuser gedruckt. biosaxony koordiniert dabei die Bedarfsabfrage, während DRESDEN-concept die Auslastung der Drucker-Kapazitäten überwacht. Über 50 3D-Drucker sind hier mittlerweile eingebunden, mit denen nahezu 1.000 Visierhalterungen pro Woche gefertigt werden können. Derzeit liegen Bestellungen von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren Gesundheitsversorgern im vierstelligen Bereich vor, sodass bereits intensiv über ein Scale-Up nachgedacht wird.

Unser besonderer Dank gilt auch den beteiligten Unternehmen, allen voran der Spezi-Pack Karl Spethmann GmbH aus Klingenberg und ihrem Geschäftsführer, Herrn Walters, welche die Visierplatten kostenfrei zur Verfügung stellt.

Zahlreiche Unternehmen in- und außerhalb des Netzwerkes stellen ihre Produktion um, damit Lieferengpässe im Gesundheitssystem behoben werden können. Wenn auch Sie dazu gehören möchten, freuen wir uns über eine kurze Nachricht an marketing@biosaxony.com, damit wir Sie in unsere künftige Berichterstattung einbinden können.


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