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EU Kommission: Medtech in Europa stärken

Die EU-Kommissarin Stella Kyriakides sichert dem BVMed eine Stärkung der EU-Produktion und die Sicherung notwendiger Lieferketten zu.

Der BVMed hatte sich in seinem Positionspapier zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft für den Aufbau einer europäischen strategischen Pandemie-Reserve für Medizinprodukte ausgesprochen und dafür seine Kooperation angeboten, um innerhalb Europas eine erneute Schließung der Grenzen zu verhindern. Nun hat EU Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides gegenüber dem Medizinechnik-Verband Stellung genommen, wie der BVMed berichtet. „Die Kommission arbeitet daran, die Covid-19-Pandemie in koordinierter Weise mit den Mitgliedstaaten anzugehen, um lebensrettende medizinische Schutzausrüstungen und Medikamente zu beschaffen“, heißt es. Dazu gehöre „die Stärkung der gesamten Produktionsbasis in der EU“, aber auch „die Sicherung der notwendigen Lieferketten, auch in Zusammenarbeit mit Drittländern zu Erleichterung der Handelsströme.“ Darüber hinaus habe die Kommission „Leitlinien für Ausfuhrbeschränkungen verabschiedet, um die Integrität des EU-Binnenmarktes und im weiteren Sinne der Produktions- und Vertriebswertketten zu wahren und die notwendige Versorgung der Gesundheitssysteme sicherzustellen“, berichtet der Verband.

Aufbau eines europäischen Datenbinnenmarktes

Ein europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS) soll den Austausch von Gesundheitsdaten fördern und die Forschung über neue Präventionsstrategien sowie über Behandlungen, Medikamente, medizinische Geräte und Ergebnisse unterstützen, wird Kyriakides weiter zitiert. Damit sollen Hindernisse durch EU-Ländergrenzen beseitigt werden, heißt es weiter. Die europäische Daten- und KI-Strategie mit Start am 19. Februar 2020 soll dafür neue Impulse geben, „um die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft zu einer tiefgreifenden digitalen Transformation zu führen“, schreibt Kyriakides.  Um die digitale Transformation im Gesundheitswesen einschließlich der Telemedizin zu beschleunigen, „arbeitet die Kommission an einer Reihe von Initiativen, die die Entwicklung und Einführung der digitalen Gesundheit einschließlich der künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen fördern sollen, um den Zugang, die Verfügbarkeit und die Erschwinglichkeit der Gesundheitsversorgung zu verbessern, die den EU-Bürgern konkrete Vorteile bringen würde“, so Kyriakides an den BVMed.

MDR Umsetzungshilfen

Bezüglich zur EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) lässt der BVMed vermelden, dass die Kommission nach Aussage von Kyriakides eine beträchtliche Anzahl von Durchführungsrechtsakten sowie Leidfäden erarbeitet habe, die von der Koordinierungsgruppe für Medizinprodukte gebilligt wurden. Außerdem kündigte Kyriakides an, dass mehrere andere Umsetzungshilfen und Leitfäden derzeit in Entwicklung seien.

Quelle: Pressemitteilung medtech-zwo vom 24.08.2020


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