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Millionenförderung für eine bessere Therapie von COPD-Patienten

Weltweit leiden darunter etwa 600 Millionen Menschen, in Deutschland sind es nach Schätzung drei bis fünf Millionen. Die Patienten erleiden häufig akute Verschlechterungen des Zustands und müssen in Krankenhäusern beatmet werden. Dabei ist die Maskenbeatmung heute die Therapie der ersten Wahl.

„Leider ist es so, dass circa 15 bis 30 Prozent der Patienten in dieser relativ stressigen Situation mit den Masken und den sogenannten BiPAP Maschinen nicht zurechtkommen. Seit einigen Jahren gibt es eine alternative und anders funktionierende Möglichkeit der Atmungsunterstützung, den nasalen high flow“, sagt Projektleiter Prof. Hubert Wirtz, Professor für Pneumologie an der Universität Leipzig. Dabei handelt es sich um einen starken, angewärmten und angefeuchteten Luftfluss, der über offene, weiche Sonden in die Nase eingeblasen wird. Er erhöht dem Druck in der Lunge nur in geringem Maße und entfernt schnell das ausgeatmete Kohlendioxid. „Somit wird die Atmung deutlich effizienter und kann im Umfang reduziert werden. Das bedeutet weniger Arbeit und Energieaufwand für den Organismus und eine Besserung der kritischen Situation“, fügt Wirtz hinzu.

Der nasale high flow wurde als hilfreich erkannt. Die Forschergruppe um Prof. Wirtz hat vor kurzem eine multizentrische Studie zur Behandlung von chronisch kranken COPD Patienten veröffentlicht und gezeigt, dass in der chronischen Situation der Effekt des nasalen high flow dem der Maskenbeatmung vergleichbar ist. „Mit dem nasalen high flow kann man am sozialen Leben jedoch teilnehmen, reden, etwas trinken etc. und wir beobachten eine bessere Lebensqualität als mit den im Gesicht sitzenden Masken“, so der Projektleiter. In der nun bewilligten Studie werden an 35 Zentren in Deutschland randomisiert die nicht invasive Maskenbeatmung oder der nasale high flow bei akuten einer Verschlechterung des Zustands eingesetzt. Hierbei registrieren die Forscher die Rate an trotzdem notwendigen Intubationen und anderen Ereignissen.

Quelle: Mitteilung der Universität Leipzig vom 07.04.2020


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Europäisches Parlament stimmt MDR-Verschiebung zu

Die vom Europäischen Parlament am 17. April 2020 beschlossene Verschiebung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) ist nach Ansicht des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, “ein wichtiger Schritt, der den Patienten, dem Gesundheitssystem und den MedTech-Unternehmen in Zeiten der COVID-19-Pandemie hilft”. Medizinprodukte können damit noch ein weiteres Jahr unter dem aktuellen Rechtsrahmen in Verkehr gebracht werden. “Die EU-Kommission muss die gewonnene Zeit bis zum neuen Geltungsbeginn am 26. Mai 2021 nun konsequent nutzen, um das MDR-System endlich bereit zu machen: Wir brauchen schnellstmöglich mehr Benannte Stellen, die vorgesehenen Expertengremien sowie die erforderlichen Rechtsakte und Guidances”, fordert BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

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Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Sachsen stellen Covid19-Testkapazitäten bereit

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Sachsen stellen sich in den Dienst des Gesundheitsschutzes und unterstützen bei der Auswertung von Covid19 – Tests. Derzeit werden mehrere Forschungslabore dafür vorbereitet. Mit weiteren Partnern koordiniert Prof. Friedemann Horn das Vorhaben. Der Experte arbeitet am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig und hat ein Netzwerk mit weiteren Forschungseinrichtungen im engen Schulterschluss mit dem Uniklinikum Leipzig geschaffen. Zum Laborverbund gehören auch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, das etwa Mitarbeiter zur Unterstützung mobilisiert hat.