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Karliczek: Mit innovativen Medizinprodukten und Diagnostika die Corona-Pandemie bewältigen

Forschungsministerium investiert 20 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnik.
Die aktuelle Corona-Krise zeigt eindrücklich, wie sehr Gesundheitssysteme im Kampf gegen pandemische Infektionskrankheiten auf effektive Maßnahmen angewiesen sind. Das gilt insbesondere, wenn Erreger mit hohem Ansteckungspotenzial wie SarsCov2 im Spiel sind. In der aktuellen Corona-Pandemie spielen Medizinprodukte eine wesentliche Rolle. Um aktuellen Herausforderungen – etwa in der Diagnostik, der Prävention oder der mobilen Versorgung – besser begegnen zu können, soll die angewandte Forschung und Entwicklung gestärkt werden. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Zur Bekämpfung von Covid-19 und künftigen Infektionswellen sind wir auch auf Innovative Medizintechnik angewiesen. Das sind Produkte, die bei der Gesundheitsversorgung auf physikalischem Weg helfen wie zum Beispiel Beatmungsgeräte oder PCR-Tests. Deshalb investieren wir jetzt 20 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnik. Damit erweitern wir unser Fachprogramm Medizintechnik, das zum Ziel hat, die Patientenversorgung zu verbessern und das Gesundheitssystem leistungsfähiger zu machen.

Viele Medizintechnik-Unternehmen haben schnell auf die Krise reagiert. Sie haben beispielsweise neue Diagnostika entwickelt und auf den Markt gebracht. Hier wollen wir jetzt ansetzen. Denn der Bedarf an Innovationen ist weiterhin hoch. Die neue Fördermaßnahme richtet sich dabei an alle Akteure in der Medizintechnik. Was wir brauchen, sind multidisziplinäre Forschungsansätze mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern.

Um auch jetzt in der Pandemie reagieren zu können, hat die neue Fördermaßnahme zwei Ausrichtungen: Bis zum 28. September können noch Vorhaben zur Entwicklung von Medizintechnik eingereicht werden, die für die aktuelle Pandemie vorgesehen ist. Bis 30. Januar 2021 können Anträge mit einer längerfristigen Dimension eingereicht werden. Denn gute Forschung ist wichtig. Jetzt müssen wir es aber auch schaffen, dass die Innovationen möglichst schnell bei den Menschen ankommen!“

Hintergrund:

In der Pandemiesituation werden auch neue Lösungen und innovative Produkte im Bereich der Medizintechnik benötigt. Dabei geht es beispielsweise um schnelle und zuverlässige Diagnostika, schonendere Beatmungsverfahren, effiziente Methoden zur Eindämmung von Infektionen oder Systeme zur Verbesserung des Therapiemanagements. So ist der Bedarf an schnellen, einfachen und aussagekräftigeren Infektionsdiagnostika immer noch sehr hoch. Auch der Einsatz digitaler, intelligenter Strukturlösungen und modernerer Patientenmanagementsysteme sollen die Pandemiemaßnahmen im Gesundheitswesen noch effizienter machen.

Mit der Fördermaßnahme zum Thema „Prävention und Versorgung epidemisch auftretender Infektionen mit innovativer Medizintechnik“ werden Forschungs- und Innovationsbedarfe zur Versorgung von Covid-19-Patienten und zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus durch innovative Medizintechnik unterstützt.

In Verbundprojekten sollen erfolgversprechende Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovationen für die Prävention und Versorgung epidemisch auftretender Infektionen erarbeitet werden. Gefördert werden Konsortien zwischen Medizintechnikunternehmen, der klinischen Versorgung, akademischen Institutionen und/oder der Versorgungsforschung, die bei Auftreten von Infektionen mit epidemischem Potential relevante Versorgungsabläufe adressieren. Thematische Schwerpunkte der FuE-Förderung sind u. a. Medizintechnik zur Prävention, zum Schutz und zur Eindämmung von Infektionen, Diagnostik von Infektionen und resultierender Erkrankungen sowie innovative Medizintechnik zur Therapie/Nachsorge in der häuslichen, ambulanten oder stationären Behandlung.

Quelle: Pressemitteilung des BMBF vom 11.09.2020


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